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| Dagegen gabs wohl auch keinen "Plan B": (hvl) Karl Pries, Charly Volk, Olli Stöckel, Dieter Mesle, Roland Bauer, (vvl) Harry Wolf, Rudi Blumoser, Rolli Deistler und Uwe Flegiel. (Foto jro/ez) |
-wf- Ziemlich eindrucksvoll - und auch ziemlich verdient - haben sich die B-Senioren den fünften Hallenkreismeister-Titel in Folge geholt. Angeführt von den beiden Ausnahmespielern Dieter Mesle und Karl Pries waren auch diesmal wieder Teamgeist, eine hervorragende Mannschaftsleistung, Cleverness und natürlich das notwendige Quäntchen Glück die ausschlaggebenden Mosaiksteine für den neuerlichen Erfolg!
Gruppenphase:
"Nur nicht verlieren!" so die Devise zum Turnierauftakt gegen die unberechenbaren Gastgeber. Poings Keeper hatte bereits einige Großchancen und somit eine klare SG-Führung verhindert, als ein abgefälschter Schuss ins Grafinger Gehäuse kullerte. Schwarz-Gelb marschierte unbeirrt weiter, und Dank Oliver Stöckels Ausgleichstreffer war der "suboptimale" Turniereinstieg geglückt.
Dem TSV Aßling waren im zweiten Spiel die Zähne schnell gezogen - zwei Tore von Karl Pries und eins von Rolli Deistler unterstrichen einen nie gefährdeten Sieg. So etwas wie Brisanz dann im letzten Gruppenspiel gegen die BSG Markt Schwaben. Die Bärenstädter waren bereits "durch", die Schiewitz-Truppe brauchte mindestens einen Punkt, um ins Halbfinale einzuziehen. Dadurch zwar ungewohnt, aber auch wieder verständlich, dass bei den Treffern zur 2:0-Führung durch Dieter Mesle und Uwe Flegiel auch aus dem Poinger Block (verhaltener) Torjubel auszumachen war - bei einem Unentschieden wäre Poing wegen des direkten Vergleichs in der "Trostrunde" gelandet. Hier darf man Keeper Wolf jetzt mal nichts unterstellen, aber sein verunglückter Querpass landete direkt vor den Füssen eines Schwabeners, der zum Anschlusstreffer einschob ... gefolgt von leichtem Schweissgeruch aus der Poinger Ecke. Wolf bekam aber im Anschluss dann eben keinen Rückpass mehr, das Ergebnis wurde routiniert verwaltet und der Gruppensieg war mit sieben Punkten perfekt.
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| Ein (noch) skeptischer Roland Bauer, ein entspannter Rudi Blumoser: "Des griang ma scho!" (Foto jro/ez) |
Halbfinale:
Der ATSV Kirchseeon hatte es nicht geschafft, eine 1:0-Führung gegen Baldham-Vaterstetten über die Zeit zu bringen, und deshalb trafen die beiden wohl stärksten Mannschaften des Turniers bereits im Halbfinale aufeinander. Die Partie hielt, was sie versprach - Taktik und feine Spielzüge waren Trumpf, die einzige Verlängerung des Nachmittags setzte einem Klassespiel beider Teams dann noch einen drauf. Die SG ging leicht gehandicapt in diese Partie. Charly Volk hatte sich im vorherigen Spiel eine schmerzhafte Fussverletzung zugezogen, und musste passen - Grafing hatte sichtlich Mühe, den dadurch gestörten Wechselrhytmus wenigstens einigermassen auf die Reihe zu bekommen. Wie alle Gegner zuvor lauerte auch der ATSV aus einer sicheren Deckung heraus auf seine Chancen, und konnte sich dabei auf seine Ballsicherheit und präzisen Pässe verlassen. Eine Grafinger Führung war durchaus drin, aber Andy Ziegler im Kirchseeoner Gehäuse hielt seine Mannschaft mit Klasse-Paraden im Spiel, was Helmut Krob dann via Konter schliesslich mit dem Führungstreffer belohnte. Allerdings war jetzt endgültig die Zeit der Bärenstädter Sturmreihe angebrochen - Rudi Blumoser glich mit einem ganz souverän verwandelten Foul-Neunmeter aus, und es folgte eine dramatische 2 x 3 Minuten-Verlängerung. 175 Sekunden blieb es beim taktieren und disziplinierter Abwehrarbeit, bis Karl Pries den Ball parallel zur Pausensirene präzise neben dem rechten Pfosten zur Schwarz-Gelben Führung platzierte. Die Bärenstädter hatten Anstoss zu Halbzeit zwei der Verlängerung ... leichtfertiger Ballverlust, ein daraus rsultierender Konter - und erneut liess sich Krob diese Chance nicht entgehen - 2:2. Der zweifache Torschütze haderte allerdings auch lange nach dem Turnier noch mit Glück & Unglück - beim dritten Mal alleine vor Grafings Keeper verzog er den Ball knapp neben das Gehäuse, auch Robert Junkert konnte eine Großchance nicht zur Vorentscheidung nutzen ... und "wennsde die Dinger vorne nicht reinmachst" ...
14 Sekunden vor dem Ende erkämpfte sich Pries den Ball am eigenen Tor, Pass auf Mesle, der sich nach einem Blick auf die Uhr in Richtung gegnerische Torzone durchdribbelte und wartete ... und wartete ... bis er den Ball dem mittlerweile in Stellung gelaufenen Rolli Deistler rüberchippen konnte, der das Runde trocken ins Eckige knallte ... drei Sekunden später besiegelte die (penetrante) Sirene der Poinger Halle das Aus für den ATSV und den erneuten Finaleinzug für die SG Grafing-Ebersberg.
Finale:
Hier wartete der SC Baldham-Vaterstetten, die sich mit einem ungefährdeten 2:0 gegen Poing qualifiziert hatten. Im nachhinein war das Finale für Grafing beinahe das "leichteste" Spiel dieses Nachmittags. Erstmals hatte eine Mannschaft ebenfalls konsequent den Vorwärtsgang drin, aber deren Antreiber Rogér Bouc und Michael Ramelow wurden hochkonzentriert geblockt und aus dem Spiel genommen, während die SG die ungewohnten Freiräume im Angriff gnadenlos ausnutzte. Zwei präzise Querpässe, zweimal war Rudi Blumoser zur Stelle, und es hiess schnell 2:0. Nur ganz kurz kam Spannung auf, als Ramelow eben doch mal durch war und auch traf, aber schon im Gegenzug stellte Oliver Stöckel "mit verhindertem Passversuch der irgendwie den Weg ins Tor fand" den alten Abstand wieder her. Torhüter Wolf erlebte also weiterhin das für ihn wohl entspannteste Finale in solch einem Turnier. Seine Vorderleute liessen nichts anbrennen, zumal Charly Volk auf die Zähne biss und eindrucksvoll mithalf, dass der SC BV nicht einmal ansatzweise wirklich gefährlich werden konnte. Dieter Mesle krönte seine imponierende Tagesleistung schliesslich noch mit dem 4:1-Tor, allerdings war das Finale zu diesem Zeitpunkt wirklich schon weit jenseits von etwas ähnlichem wie "spannend" - die Baldhamer hatten schlichtweg keine Schippen zum drauflegen dabei.
Nach Schlachtruf und "Siegahoibe" gings anschliessend zur Siegerehrung (die mussten eh alle auf uns warten ...), und wiedereinmal gab es niemanden, der den verdienten Erfolg anzweifelte.
| ... vorher ... |
| ... nachher ... ;o) |
Der fünfte Titel in Folge bedeutet gleichzeitig auch: Rekordtitelträger zusammen mit dem TSV Oberpframmern. Der alleinige Rekord ist also das Ziel, ein noch größerer Motivationsschub sollte aber der Wunsch von Rolli Deistler sein. Der Pokal wäre beim nächsten Titel erneut "heimgewandert", und nach diversen leckeren Füllungen wünscht sich Grafings Goalgetter den Pott nicht nur für dieses Jahr als "Stammgriagl" ...
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| Das perfekte (Alte-)Herren-Gedeck! |



